Dóra Perczel-Forintos

Vortragende

Der achtsame Profi: Präsenz, Mitgefühl und Ausgeglichenheit in helfenden Rollen kultivieren

Vortrag

Fachkräfte in helfenden Berufen - insbesondere Ehrenamtliche in der emotionalen Unterstützung und an Krisentelefonen - sind täglich mit menschlichem Leid, Belastung und Krisensituationen konfrontiert. Diese anhaltende emotionale Beanspruchung kann leicht zu Mitgefühlserschöpfung führen, was sich in Burnout, Motivationsverlust und psychischer Belastung äußert. Achtsamkeit bietet einen praxisnahen und evidenzbasierten Ansatz zur Förderung von emotionaler Balance, Resilienz und professioneller Authentizität. Die Kultivierung achtsamer Wahrnehmung stärkt eine nicht wertende Aufmerksamkeit, fördert Selbstreflexion und unterstützt die Akzeptanz von Emotionen - zentrale Kompetenzen in emotional anspruchsvollen helfenden Rollen. Studien zeigen, dass regelmäßige Achtsamkeitspraxis Stress und Impulsivität reduziert, die Emotionsregulation verbessert und das psychische Wohlbefinden stärkt. Auf diese Weise kann sich Mitgefühlserschöpfung in Mitgefühlsbalance verwandeln - eine Form von Empathie, die nährt statt erschöpft. Achtsamkeit dient somit nicht nur der Selbstfürsorge, sondern bildet auch eine Grundlage für professionelle Qualität, indem sie Helfer: innen ermöglicht, langfristig authentisch, präsent und mitfühlend zu bleiben. In unserer Studie haben wir untersucht, wie Achtsamkeitstraining diese Prozesse bei Ehrenamtlichen in Krisenhotlines beeinflusst, und werden die Ergebnisse in unserem Vortrag vorstellen. 

Dóra Perczel-Forintos
Dóra Perczel-Forintos è professoressa ordinaria di psicologia clinica, psicoterapeuta e terapeuta cognitivo-comportamentale accreditata (EABCT, EAP), oltre che insegnante di mindfulness. Ha studiato presso la Harvard University, l’Università di Oxford e l’Università di Padova. Le sue ricerche riguardano la prevenzione del suicidio, l’ansia sociale, l’obesità, il disturbo post-traumatico da stress (PTSD) e l’applicazione clinica della mindfulness. Per 24 anni ha diretto il programma di formazione in psicologia clinica dell’Università Semmelweis, guidando il Dipartimento di Psicologia Clinica. In collaborazione con il gruppo di ricerca sulla terapia cognitiva dell’Università di Oxford, ha svolto un ruolo fondamentale nella diffusione della terapia cognitivo-comportamentale e della mindfulness in Ungheria. Ha pubblicato numerosi articoli scientifici e manuali, tra cui Low-Intensity Psychological Methods, dedicato al miglioramento dell’accesso alle cure psicologiche nella medicina di base.