Seit mehr als 25 Jahren praktizierte ich „Love in Action“ als Nonprofit-Fotograf und Fundraiser - unterstützte die Bildung von Kindern, schuf Zufluchtsstätten für Tiere und weckte Hoffnung in gefährdeten Gemeinschaften.
Dann, im ländlichen Äthiopien, erhielt ich die verheerende Nachricht, dass mein Sohn Blaise durch Suizid gestorben war.
Während ich darauf wartete, die lange Reise zurück in die Vereinigten Staaten anzutreten, setzte sich ein freundlicher Mann namens Assefa neben mich und hielt zehn Stunden lang meine Hand.
Diese einfache Geste erlöste mich nicht von meiner Trauer, aber sie offenbarte etwas Tiefgründiges: Selbst die kleinsten Akte der Fürsorge können mit unermesslicher Stärke nach außen strahlen.
Seitdem trage ich dieses tiefere Verständnis in all meine Arbeit, von der Schaffung von Friedensgärten in von Konflikten gezeichneten Gebieten bis hin zur Förderung globaler Projekte des Mitgefühls.
Die menschliche Berührung, so habe ich gelernt, ist nicht nur physisch - sie ist die Empathie, die Präsenz und die Liebe, die wir einander entgegenbringen.
Dieser Vortrag reflektiert darüber, wie die menschliche Berührung - sei es durch die Lebensaufgabe oder durch die Freundlichkeit des Augenblicks - heilen, verbinden und transformieren kann.
Märchen (eine Art Volkserzählung) sind Geschichten mit sieben wiederkehrenden Figuren, von denen jede eine bestimmte Rolle spielt, um ein „Happy End“ herbeizuführen. Die Rolle des Helfers ist in diesen Geschichten von herausragender Bedeutung: Er oder sie verkörpert die Fähigkeiten, die dem Helden fehlen und ohne die der Held sein Ziel nicht erreichen könnte. Der Höhepunkt der Märchen ist die Szene, in der der Held und sein Helfer einander finden und anschließend ihre Kräfte vereinen. Dieser Prozess ist jedoch niemals zufällig: Es gibt eine bestimmte Reihenfolge bei der Art des Helfers, der einem Märchenhelden oder einem bestimmten Problem zugeordnet wird. Die Präsentation stellt dieses Modell der logischen Verbindung vor und zeigt auch, wie heutige Helferberufe das in Märchen vorkommende Helfermodell in ihrer Arbeit nutzen können.
Laura Formentini
Ildikó Boldizsár