Seit mehr als 25 Jahren praktizierte ich „Love in Action“ als Nonprofit-Fotograf und Fundraiser - unterstützte die Bildung von Kindern, schuf Zufluchtsstätten für Tiere und weckte Hoffnung in gefährdeten Gemeinschaften.
Dann, im ländlichen Äthiopien, erhielt ich die verheerende Nachricht, dass mein Sohn Blaise durch Suizid gestorben war.
Während ich darauf wartete, die lange Reise zurück in die Vereinigten Staaten anzutreten, setzte sich ein freundlicher Mann namens Assefa neben mich und hielt zehn Stunden lang meine Hand.
Diese einfache Geste erlöste mich nicht von meiner Trauer, aber sie offenbarte etwas Tiefgründiges: Selbst die kleinsten Akte der Fürsorge können mit unermesslicher Stärke nach außen strahlen.
Seitdem trage ich dieses tiefere Verständnis in all meine Arbeit, von der Schaffung von Friedensgärten in von Konflikten gezeichneten Gebieten bis hin zur Förderung globaler Projekte des Mitgefühls.
Die menschliche Berührung, so habe ich gelernt, ist nicht nur physisch - sie ist die Empathie, die Präsenz und die Liebe, die wir einander entgegenbringen.
Dieser Vortrag reflektiert darüber, wie die menschliche Berührung - sei es durch die Lebensaufgabe oder durch die Freundlichkeit des Augenblicks - heilen, verbinden und transformieren kann.
Im Zeitalter der künstlichen Intelligenz sind Kinder von schnellen Antworten umgeben. Doch emotionale Entwicklung braucht nach wie vor Zeit, Präsenz, Vorstellungskraft und gemeinsam geschaffene Bedeutung. Dieser Vortrag zeigt, wie Märchen und Erzählen einen zutiefst menschlichen Raum schaffen können, in dem Kinder beginnen, Gefühle, Beziehungen und ihre eigenen Lebenserfahrungen zu verstehen. Aufbauend auf der Metamorphoses-Märchenmethode und dem T.A.L.E.-Programm wird dargestellt, wie Geschichten, erfahrungsorientierte Übungen, kreative Reflexion und gemeinsamer Dialog die sozio-emotionale Entwicklung fördern können. Der Vortrag beinhaltet ein kurzes Märchen über das Geschichtenerzählen selbst und stellt die Ergebnisse einer veröffentlichten Mixed-Methods-Studie mit 197 Kindern im Alter von 7 bis 9 Jahren vor. Die Ergebnisse legen nahe, dass Geschichten zu kleinen, bleibenden Ressourcen werden können, die Kinder in alltägliche emotionale Situationen mitnehmen. In einer Zeit, in der viele Antworten sofort erzeugt werden können, erinnern uns Geschichten daran, dass Bedeutung nicht einfach vermittelt werden kann. Sie muss erlebt, geteilt und nach und nach verinnerlicht werden.
Laura Formentini
Orsolya Nemet