Unsere Welt ist nach wie vor tief im Kolonialismus verwurzelt. Die ihm innewohnenden Macht- und Ausbeutungsmechanismen werden durch KI fortgeschrieben. Der Globale Süden zahlt den Preis für die Digitalisierung, damit der Globale Norden Profite maximieren sowie Machtstrukturen und Herrschaftsverhältnisse aufrechterhalten und stärken kann. „Digitaler Kolonialismus“ ist ein Konzept, das unter anderem von Renata Avila Pinto aus Guatemala und Neema Iyer von „Pollicy“ – einer zivilgesellschaftlichen Technologieorganisation mit Sitz in Uganda – entwickelt wurde. Der Workshop beginnt mit einem einführenden Vortrag zum Thema. Dabei werden die ausbeuterischen Arbeitsbedingungen von KI-Arbeitskräften im Globalen Süden sowie der immense Energie- und Wasserverbrauch von KI thematisiert. Im zweiten Teil werden wir uns in Kleingruppen vertieft mit dem Thema auseinandersetzen und Wissen austauschen. Den Abschluss bildet eine gemeinsame Diskussion über Vernetzung und zukünftige Ansätze im Umgang mit diesem Thema.
Tina Freitag