Künstliche Intelligenz ist nicht länger ein externes Werkzeug: Konversationelle Agenten dringen heute in den intimen Raum von Präsenz, Empathie und menschlicher Verbindung vor. Durch die Simulation emotionalen Verstehens können sie Menschen in Momenten der Verletzlichkeit unterstützen, begleiten — und mitunter beeinflussen. Dieser Vortrag untersucht, warum KI sich grundlegend von allen bisherigen Technologien unterscheidet, wie sie unsere kognitive Souveränität beeinflusst und welche Voraussetzungen notwendig sind, um eine wirklich verantwortungsvolle KI im Einklang mit den Menschenrechten zu gewährleisten. In einer Zeit, in der simulierte Präsenz allgegenwärtig wird, wie können wir die menschliche Berührung schützen — und neu erfinden?
Laura Tocmacov arbeitet seit über 25 Jahren im Bereich berufliche Transition und Zukunft der Arbeit. Sie ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin der impactIA Foundation, die vor acht Jahren gegründet wurde, um Verantwortungsvolle KI und inklusive Governance-Modelle voranzutreiben.
Sie wurde am MIT in „Artificial Intelligence & Business Strategy“ und am Mila in „Responsible AI and Human Rights“ ausgebildet. Ihre Arbeit konzentriert sich darauf, wie KI die Organisationsführung, die kognitive Souveränität und die Arbeitswelt verändert — eine gesellschaftliche Herausforderung, die sie als eine der kritischsten unserer Zeit betrachtet.